Tschechien: Land der Schichtarbeiter

Foto: Renjith Krishnan, FreeDigitalPhotos.net

In Tschechien haben vergangenes Jahr 1,2 Menschen Schichtarbeit geleistet. Das sind 29 Prozent aller Beschäftigten.

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Gemessen am Anteil der Arbeitnehmer, die im Schichtbetrieb arbeiten, liegt Tschechien auf dem fünften Platz in der EU. Noch üblicher ist die Schichtarbeit nur noch in Kroatien, Slowenien, Polen und der Slowakei. Am wenigsten verbreitet ist sie dagegen in Frankreich, Belgien und Dänemark. Dies gab das Tschechische Statistikamt am Freitag bekannt. Im Durchschnitt arbeiten 19 Prozent aller Beschäftigten in der Europäischen Union im Schichtsystem.

Am weitesten verbreitet ist die Schichtarbeit im Hüttenwesen, in der Automobilindustrie, bei der Polizei und der Feuerwehr. „Den größten Anteil an Schichtarbeitern gab es im vorigen Jahr in der Verbrauchsindustrie, im Handel, in der Gesundheitsbranche und Sozialpflege sowie im Verkehr und in der Lagerbranche. Auf diese Bereiche entfallen über drei Viertel aller Arbeitnehmer mit unregelmäßiger Schichtarbeitszeit“, beschrieb die Leiterin des Tschechischen Statistikamtes, Iva Ritschelová, die zeitliche Situation am Arbeitsmarkt. Am häufigsten ist diese Arbeitszeitgestaltung für Menschen bis 25 Jahre, sie sind mit 41 Prozent am gesamten Schichtbetrieb beteiligt. Die Arbeitnehmer über 60 Jahre bilden nur 21 Prozent aller Schichtarbeiter.

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Zudem gibt es regionale Unterschiede. „In Prag ist die Schichtarbeit deutlich seltener als in anderen Regionen, sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Sie erreicht 21 Prozent. Am häufigsten arbeitet man im Kreis Ústí nad Labem / Aussig im Schichtbetrieb. Dort sind zwei Fünftel aller Erwerbstätigen ein Bestandteil dieses Modells“, ergänzte das Statistikamt.