Molkereichef: Butterpreis wird weiter steigen

Die Molkerei Madeta hat im Vergleich zum Vorjahr eine doppelt so hohe Nachfrage nach Butter verzeichnet.

Foto: Štěpánka BudkováFoto: Štěpánka Budková Wegen der erhöhten Nachfrage nach Butter ist auch in Tschechien ihr Preis gestiegen. Madeta-Molkerei-Direktor Milan Teplý schätzt ein, dass 250 Gramm Butter kurz vor Weihnachten durchaus bis zu 70 Kronen (2,70 Euro) kosten können. Madeta ist die größte Milch verarbeitende Firma in Tschechien. In Planá nad Lužnicí werden 150 bis 160 Tonnen Butter binnen einer Woche produziert. Teplý zufolge wirke sich vor allem der Sahnepreis auf das Entgelt für Butter aus. Ein Kilo Sahne kostet 89 Kronen (3,40 Euro), dies sei zweimal so viel wie im Vorjahr, sagt der Chef von Madeta.

Einen Mangel an Sahne gibt es ungefähr seit Juli, und zwar für alle Molkereien, so Teplý. Die Nachfrage nach der Südböhmischen Butter von Madeta ist zweimal größer als im Vorjahr. Neben den tschechischen Abnehmern fragten auch Kunden aus Wien nach Butter ihr, sie wollten von Madeta 30 Tonnen Butter monatlich kaufen. Sämtliche Butter, die von seiner Firma derzeit produziert wird, werde dem Direktor zufolge jedoch in tschechische Geschäfte geliefert. Momentan wird aus Planá nad Lužnicí keine Butter exportiert. Nach Italien exportiert Madeta nur Molkenbutter, die als Nebenprodukt bei der Käseproduktion entsteht.

Foto: Štěpánka BudkováFoto: Štěpánka Budková Den steigenden Butterverbrauch erklärt Teplý damit, dass die Menschen mehr Tierfette konsumieren. Nicht nur der Butterverbrauch, sondern auch der Verbrauch von Käse und von anderen Milchprodukten mit einem höheren Fettinhalt sei gestiegen, so der Molkereichef.

In der Molkerei Madeta werden täglich 950.000 Liter Milch verarbeitet. Madeta hat fünf Betriebe: in Český Krumlov / Krumau, Jindřichův Hradec / Neuhaus, Pelhřimov / Pilgram, Planá nad Lužnicí und Řípec. Im Unternehmen sind 1500 Menschen beschäftigt. Der Umsatz der Firma betrug 2015 zirka 5,5 Milliarden Kronen (204 Millionen Euro), der Reingewinn lag bei 68 Millionen Kronen (6,46 Millionen Euro).