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03.04.2025
Der tschechische Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) hält die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle für unglücklich und falsch. Er rechnet nicht damit, dass sie direkte Auswirkungen auf die Tschechische Republik haben werden, dennoch könnten ihre indirekten Auswirkungen sehr stark sein. Dies sagte Fiala gegenüber dem Nachrichtenportal Deník.cz am Donnerstag.
Gegenüber der Presseagentur ČTK erklärte der Regierungsvorsitzende,
Europa sei bereit, mit den USA zu verhandeln, aber gleichzeitig sei es auch bereit, klar zu reagieren.
Außenminister Jan Lipavský (parteilos) würde es für vorteilhaft halten, wenn der Freihandel zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union funktionieren würde. Doch wenn Amerika auf den von Präsident Donald Trump am Mittwoch angekündigten Zöllen bestehe, müsse Europa reagieren, sagte Lipavský am Donnerstag in Prag.
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03.04.2025
Der tschechische Außenminister Jan Lipavský (parteilos) geht davon aus, dass US-Außenminister Marco Rubio beim Nato-Treffen in Brüssel das Interesse der USA an einem starken und funktionsfähigen Bündnis bestätigen wird. Dies sagte Lipavský vor seiner Abreise nach Brüssel am Donnerstagmorgen.
Die Außenminister der Nato-Staaten kommen zu einem zweitägigen Treffen m Hauptquartier des Verteidigungsbündnisses zusammen. Lipavský erwartet unter anderem eine Debatte über die gerechte Aufteilung der Verantwortlichkeiten unter den Verbündeten und über den Ukraine-Krieg. Es wird angenommen, dass die USA bei den Beratungen erneut eine massive Erhöhung der Militärausgaben der europäischen Partner einfordern.
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03.04.2025
Die Gemeinden und Kreise haben ihre Haushaltsbilanz des vergangenen Jahres insgesamt mit einem Plus von 52,1 Milliarden Kronen (2,09 Milliarden Euro) abgeschlossen. Dies gab das Finanzministerium am Donnerstag bekannt. Demzufolge sank der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um 27,9 Prozent, war aber der dritthöchste seit Gründung der Tschechischen Republik im Jahr 1993.
Nach Angaben des Ministeriums wurden die Haushalte der Kommunalverwaltungen im vergangenen Jahr durch die Auswirkungen der Überschwemmungen und die Hilfe für die Flüchtlinge aus der Ukraine beeinträchtigt, doch wurden die meisten dieser Sonderausgaben aus dem Staatshaushalt bestritten.
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03.04.2025
Unter dem Motto „Wie oft lässt man das noch durchgehen?“ hat am Mittwoch in Prag ein Protest gegen Gerichtsentscheidungen in Fällen sexualisierter Gewalt stattgefunden. Mehrere hundert Menschen nahmen daran teil.
Die Organisatoren sprachen sich gegen die Verhängung niedriger Strafen und die Verharmlosung von Gewalt gegen Frauen aus. Außerdem forderten sie den Staat auf, den Schutz der Opfer zu verbessern.
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02.04.2025
Im Hinblick auf die zu erwartenden verschärften Asylregeln in Deutschland droht in Tschechien ein Rechtsvakuum, falls die geplante Migrationsreform hierzulande nicht zum 1. Juli in Kraft tritt. Dies sagte Umweltminister Petr Hladík (Christdemokraten) am Mittwoch im Vorfeld der Regierungssitzung. Bei dieser wird das Kabinett seine Asylnovelle vermutlich verabschieden und ins Abgeordnetenhaus schicken. Er verstehe nicht, warum die Opposition eine Blockade im Parlament angekündigt habe, fügte Hladík hinzu.
Die Novelle sieht unter anderem vor, dass ein Asylbewerber, der in einem EU-Staat abgewiesen wurde, auch in keinem anderen Land der Union mehr Asyl beantragen darf. Die Regierung will die Neuregelung in Form eines Abgeordnetenvorschlags einbringen und damit ein beschleunigtes Abstimmungsverfahren ermöglichen. Die Oppositionsparteien Ano sowie „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) haben aber bereits verkündet, dies verhindern und eigene Änderungsanträge einbringen zu wollen. Falls dadurch die Umsetzung der Novelle verzögert und in Deutschland aber am 1. Juli die strengeren Regeln gelten werden, drohe in Tschechien ein Vakuum hinsichtlich der inneren Sicherheit sowie der Funktionsfähigkeit des Staates, mahnte Hladík.
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02.04.2025
Am Mittwochabend beginnen in Tschechien die Europäischen Filmtage (Dny evropského filmu). In etwa einem Dutzend Städte werden dabei Werke gezeigt, die in letzter Zeit bei europäischen Filmfestivals erfolgreich waren. Auf dem Programm stehen Spielfilme, Dokumentationen und auch Trickfilme. Mehrere Streifen erleben dabei ihre Premiere oder Vorpremiere in Tschechien.
In diesem Jahr wurde zudem eine Retrospektive des französischen Regisseurs Michel Gondry vorbereitet. Im Rahmen dessen ist etwa seine neueste Arbeit, die animierte Komödie „Maya, donne-moi un titre“ (Maya, Give Me a Title) zu sehen. In Prag dauert das Festival vom 2. bis zum 8. April.
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02.04.2025
Mehrere mitteleuropäische Länder werden die Europäische Kommission aufrufen, die Eindämmungsmaßnahmen bezüglich der Maul- und Klauenseuche EU-weit zu koordinieren. Dies äußerte der tschechische Landwirtschaftsminister, Marek Výborný (Christdemokraten), vor der Regierungssitzung am Mittwoch gegenüber der Presse. Seinen Worten zufolge sind dazu bereits Beratungen der vier Visegrád-Staaten Tschechien, Polen, Ungarn und Slowakei sowie mit Österreich und Deutschland geplant. Deren Ziel sei eine einheitliche Haltung in Richtung EU, um die Weiterverbreitung der gefährlichen Tierseuche zu verhindern, so Výborný.
Die Krankheit tritt derzeit in Ungarn und der Slowakei auf. Tschechien und auch Österreich haben strenge Schutzmaßnahmen wie etwa Grenzkontrollen ergriffen.
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02.04.2025
Im Rahmen des EU-Fazilitätsprogramms für die Ukraine investiert die Tschechische Republik 100 Millionen Euro in den Wiederaufbau von Krankenhäusern in dem Land. Das gab der ukrainische Gesundheitsminister Viktor Ljaschko am Mittwoch bekannt, während er mit seinem tschechischen Amtskollegen Vlastimíl Válek (Top 09) in Kiew an einem Wirtschaftsforum teilnahm. Insgesamt könnten so 13 Krankenhäuser in sieben Regionen wieder aufgebaut werden, hieß es.
Der tschechische Gesundheitsminister Válek besucht derzeit mehrere dieser Einrichtungen und trifft sich mit ukrainischen Regierungsvertretern. Die finanzielle Unterstützung erfolgt vor dem Hintergrund der andauernden Zerstörung medizinischer Einrichtungen durch den russischen Angriffskrieg.
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02.04.2025
Die Tschechischen Bahnen (ČD) haben am Mittwoch den ersten Zug in Betrieb genommen, der auf HVO-Basis fährt. Dieser Dieselkraftstoff (Hydrotreated Vegetable Oil) besteht teilweise aus Pflanzen- und Speiseölen. Der Zug bedient die Trassen zwischen Rakovník und Beroun sowie von Beroun über Rudná bis Prag. Dies sagte der stellvertretende ČD-Direktor Jiří Ješta gegenüber der Presse.
Fahrzeuge mit HVO-Antrieb produzieren weniger Kohlenstoffemissionen als herkömmliche Loks. Die Testphase für den neuen Zug würde nun ein halbes bis ein Jahr dauern, ergänzte Ješeta.
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02.04.2025
Für Donnerstag wird in Tschechien schönes Frühlingswetter erwartet. Es ist meist heiter oder nur leicht bewölkt, und die Temperaturen klettern auf 14 bis 18 Grad.
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